Lernen mit Pferden

Lernen mit Pferden

Lernen mit Pferden – EREL
 
Was ist „Lernen mit Pferden“?
„Lernen mit Pferden“ ist ein Konzept des tiergestützten Lernens, das das zielgerichtete
Lernen nicht nur im Allgemeinen, sondern besonders bei Kindern mit Legasthenie (Lese-
Rechtschreib-Schwäche) und Dyskalkulie (Rechenschwäche) zur Aufgabe hat. Das
Erlernen der wichtigen Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben und Rechnen wird hier
abseits des Schreibtischs in der Natur mit viel Bewegung und am Pferd ermöglicht.
 
Für wen eignet sich das Lerntraining?
Das Lerntraining richtet sich vor allem an Kinder und Jugendliche mit folgenden
Problemen: angefangen von einer einfachen Lese-Rechtschreib-Schwäche bis hin zur
Legasthenie, sowie von einer einfachen Rechenschwäche bis hin zur Dyskalkulie.
Hierbei muss keine diagnostische Abklärung durch einen Arzt vorliegen.
Es gibt keine festgelegte Altersspanne, in der das Lerntraining in Anspruch genommen
werden kann.
 
Was erwartet mein Kind im Lerntraining?
Das Lerntraining bietet eine zielgerichtete und individuelle Unterstützung bei den
jeweiligen Problemen des Kindes.
Zunächst wird im Teilleistungstraining durch eine genaue Beobachtung ermittelt, in
welchen Bereichen Stärken und Schwächen vorliegen. Die Teilleistungen lassen sich wie
folgt gliedern: optische Differenzierung, optisches Gedächtnis, optische Serialität,
akustische Differenzierung, akustisches Gedächtnis, akustische Serialität,
Raumorientierung und Körperschema.
Durch zahlreiche, gezielte Übungen kann an den Teilleistungen gearbeitet und so eine
Basis für das Lerntraining geschaffen werden. Vorliegende Teilleistungsstörungen können
schon die Ursache für bspw. eine Rechenschwäche sein.
Der zweite Teil der Arbeit besteht im Syptomtraining, welches sich an den schulischen
Problemen des Kindes orientiert. Die Probleme beim Schreiben, Lesen oder Rechnen
werden mit Hilfe von speziellen Übungen und Methoden angegangen. „Lernen mit
Pferden“ arbeitet beispielsweise mit „Symptrain©“, einer Technik zur dauerhaften
Buchstaben- und Wortbildspeicherung, das auf neurobiologisch erklärbaren Fakten beim
Denken und Lernen basiert.
Es sehr effektiv, wenn die Inhalte der vergangenen Trainingseinheit Zuhause vertieft und
geübt werden. Es handelt sich hierbei nicht um Hausaufgaben, die man aus der Schule
kennt, sondern um kleine Vertiefungen im Alltag, die den Fortschritt des Kindes
unterstützen. Übung macht den Meister! Aber keine Sorge, die Trainerin steht in regem
Austausch mit den Eltern und kann klare Aufträge mit nach Hause geben.
Grundsätzlich sind stressreduziertes Lernen und die Befreiung schulischer Blockaden als
Ziele des Lerntrainings anzusehen.
 
Warum mit Pferden?
Dem Co-Trainer Pferd ist es herzlich egal, ob uns ein Kind mit Lese-Rechtschreib-
Schwäche oder ohne jegliche schulische Probleme besucht. Es wird mit einem
beeinträchtigten Menschen ebenso umgehen wie mit Jemandem, der ein anderes
Päckchen mit sich trägt. Für das Pferd zählt nur das Hier und Jetzt und ein faires
Miteinander. So können Werte wie Vertrauen, Selbstvertrauen, Stärke, Geborgenheit und
viele mehr vermittelt werden.
Das Getragen-Werden, das mit anderen Tieren nicht möglich ist, hat spezielle Vorteile.
Die Bewegung auf dem Pferd baut die kindliche Krabbelphase nach und ist zudem mit
den Bewegungen im Mutterleib vergleichbar. So werden positive Emotionen übertragen,
die auf andere Weise kaum zu erzielen sind. Die dreidimensionale Bewegung des
Pferdes hilft zudem dabei, neu Erlerntes zu festigen und führt auf längere Sicht zum
Erfolg.
Statt dem Lernen lediglich mit Arbeitsblättern wie in der Schule, kann das Pferd als
Motivator neue positiv besetzte Emotionen auslösen und Lernen wird nicht mehr nur mit
Stress und Versagensängsten assoziiert.